Digitale Kompetenzen

Der digitale Wandel hat auch in der Pflegebranche Einzug gehalten. Digitale Dokumentation und Einsatzplanung sind vielerorts längst Standard. Durch die Corona-Pandemie haben auch andere Bereiche, beispielsweise die digitale Kommunikation, einen neuen Schub erlebt. So fand der Austausch zwischen Pflegekräften, Pflegebedürftigen, Ärzt:innen und Angehörigen häufig über Videotelefonie statt.

Was sind digitale Kompetenzen?

Um digitale Technik einsetzen und den digitalen Wandel mitgestalten zu können, benötigen Mitarbeiter:innen die entsprechenden Fähigkeiten. Digitale Kompetenzen umfassen zum einen die Nutzung neuer Hard- oder Software. Sie sind zum anderen erforderlich, um mittels digitaler Tools zu kooperieren und zu kommunizieren oder sich neues Wissen anzueignen. Digitale Kompetenzen sind daher auch in den Bereichen Kommunikation, Problemlösung und Teamarbeit gefragt.

Die folgende Liste digitaler Kompetenzen ist berufs- und branchenübergreifend formuliert. Anhand der Erklärungen und Beispiele wird der Bezug zur Altenpflege dargestellt.

Digitale Kompetenzen in der Pflege

Digitale Kompetenzen

Erklärung und Beispiele

Berufs-/fachspezifische Software anwenden können

Hierunter fällt die Nutzung von digitaler Pflegedokumentation, die digitale Einsatzplanung, die elektronische Bestellung von Heil- und Hilfsmitteln u.a.

Informationen über das Internet recherchieren und die Qualität von digitalen Quellen bewerten können

Mitarbeiter:innen wissen, wo sie verlässliche Informationen im Internet finden, die ihnen bei Fragen rund um ihre Tätigkeit weiterhelfen. 

Digitale Medien für den eigenen Lernprozess nutzen können

Digitale Medien bieten viele Lernmöglichkeiten. Wichtig ist, dass Pflegekräfte diese selbstgesteuert nutzen können. Für Personen, die sich länger nicht weitergebildet haben oder den Umgang mit digitalen Lernmedien noch nicht kennen, ist eine Einführung in das digitale Lernen der erste Schritt.

Kenntnisse zu Datensicherheit und Datenschutz

Die Mitarbeiter:innen benötigen klare Informationen, wie Datenschutz eingehalten werden muss. Dies umfasst viele Bereiche, wie beispielsweise den Umgang mit internen Daten, aber auch die Weitergabe von Informationen an Dritte. Auch die Weiterbildung kann betroffen sein, wenn beispielsweise Lern-Apps nicht auf dienstlichen Geräten installiert werden dürfen.

Angemessen mit Kolleg:innen, Pflegebedürftigen, Angehörigen und Ärzt:innen über digitale Kanäle kommunizieren können

Kommunikation ist eine zentrale Kompetenz in der Pflege, die es in die digitale Welt zu übertragen gilt. Hier geht es darum, die Tools bedienen zu können und die Besonderheiten digitaler Kommunikation zu kennen (Gesprächsregeln einhalten, Pausen aushalten). Hinzu kommt eine Klärung der Fragen, was digital besprochen werden kann und was sich besser in Präsenz klären lässt.

Digitale Tools zur Zusammenarbeit im Team nutzen können

 

Neue Programme ermöglichen es, dass mehrere Personen auf Informationen gleichzeitig zugreifen und gleichzeitig Dateien verändern. Informationen liegen damit für alle Nutzer:innen in Echtzeit vor. Gerade in der ambulanten Pflege ist dies ein großer Vorteil, wenn beispielsweise neue Befunde mobil abgerufen werden können.

Probleme bei der Anwendung von digitalen Tools und Technologien selbstständig lösen können

Ein erster Schritt zur Lösung kann sein, die EDV-Abteilung anzurufen oder Kolleg:innen zu fragen, die das Tool kennen. Durch das Learning-by-Doing gewinnen Mitarbeiter:innen nach und nach Kompetenzen hinzu.

Digitale Anlagen bedienen können (Assistenzsysteme, (Unterhaltungs-)Roboter, u.a.

Hierzu zählt der Umgang mit Assistenzsystemen wie intelligenten Pflegebetten, intelligenten Sturzmatten, digital gestütztem Medikamentenmanagement, aber auch die Nutzung von intelligenten Pflegewagen.

Quelle: eigene Zusammenstellung

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